Partner des Sports: Die add-on Gruppe fördert den Yacht-Club Nürnberg

von Marc Schüpferling
02/01/2023

Interview mit Richard Hofmann (Inhaber & Geschäftsführer der add-on Gruppe) und Günther Schlegel (Verwaltungsleiter Yacht-Club Nürnberg YCN).

RICHARD HOFMANN ist Inhaber & Geschäftsführer der add-on Gruppe, einem Personal – und Qualifizierungsdienstleister aus Nürnberg. Er brennt für neue Ideen, die neben wirtschaftlicher Rendite auch gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.

GÜNTHER SCHLEGEL ist Verwaltungsleiter des Yacht-Club Nürnberg, Vizepräsident des Bayerischen Seglerverbands und selbständiger Heilpraktiker für den Bewegungsapparat und Sportverletzungen mit einem ganzheitlichen Ansatz.

Herr Hofmann, können Sie kurz skizzieren, wer Sie sind – und warum sich die add-on Gruppe für ein Sponsoring beim YCN entschieden hat?

Richard Hofmann: Wir sind ein lokaler, mittelständischer HR-Dienstleister mit rund 400 Mitarbeitern in der Metropolregion Nürnberg. Unsere beiden Kernbereiche sind die Vermittlung von technischem Personal und deren Qualifizierung zu Fachkräften durch unseren unternehmensinternen akkreditierten Bildungsträger. Ich sehe im Segelsport und insbesondere der erfolgreichen Vereinsarbeit des YCN tatsächlich viele Parallelen zu den Aufgaben der modernen HR-Arbeit.

Wie meinen Sie das? Als Metapher „Segel setzten“ oder „Auf zu neuen Wegen …“?

Richard Hofmann: Nein. Um den Segelsport zu betreiben, muss man motiviert sein, zu lernen. Ich beschäftige mich mit Naturwissenschaften und wende diese praktisch an. Ich verstehe die Technik rund um das Boot. Und nicht zuletzt halte ich Regeln ein. Ein gutes Segelteam muss gut kooperieren, um ein Ziel zu erreichen und neben den Aufgaben an Bord auch autark Konflikte lösen. Auf einem Boot gibt es kein „Beschwerdemanagement“ oder „Kununu-Bewertung“ – da ist das Team selbst gefragt! Diese Aufgaben sind vergleichbar mit denen von Kolleginnen und Kollegen in einer Firma – nur das man sich auf beengten Raum und Seegang nicht zu einem einen „Powernap“ zurückziehen kann …

Herr Schlegel, erzählen Sie für die Partner von add-on bitte kurz über Ihren Verein, den Yacht-Club Nürnberg, und was den Segelsport aus Ihrer Sicht so besonders macht!

Günther Schlegel: Erst einmal: Vielen Dank an die add-on Gruppe für das Interesse an unserem Verein und das daraus resultierende Engagement!

Der Yacht-Club Nürnberg e.V. (YCN) ist der fünftgrößte Segelverein in Bayern mit etwa 650 Mitgliedern, mitten im Herzen Nürnbergs gelegen. So kann man einfach mit Straßenbahn, Bus, S-Bahn oder Fahrrad zum Segeln an den Großen Dutzendteich kommen. Welche Stadt kann dies schon bieten? Am Standort Nürnberg finden die Ausbildungskurse für Jugendliche aller Alters- und Leistungsklassen sowie die Ausbildung für alle Segelscheine vom Binnenrevier bis zum Segeln am Meer statt. Zudem werden alle für den Segelsport notwendigen Ergänzungen wie Funkscheine oder Signalmittelscheine angeboten. Hier finden viele unserer Clubveranstaltungen statt. Besonders für Kinder gibt es vielfältige Angebote, um die wunderschöne Sportart Segeln kennen zu lernen: Während der Schulferien können Kinder an der Ferienbetreuung teilnehmen, mit den Schulklassen zu Wandertagen kommen oder im Rahmen der Sportarbeitsgemeinschaften (SAG) erste Erfahrungen mit unseren kleinsten Booten, den „Optis“, sammeln. Als Clubmitglied kommt man einfach vorbei und genießt auf der Terrasse den Blick auf den Dutzendteich.

Der große Brombachsee ist 55 km vor den Toren Nürnbergs in der Urlaubsregion Fränkisches Seenland gelegen. Hier findet sich die optimale Infrastruktur für den Segelsport. Dort laden Sandstrände, Beach-Volleyballplätze und wunderschöne Radwege dazu ein, seine Freizeit mit der ganzen Familie zu verbringen. Oder man genießt im Club-Segelboot die Ruhe die Natur und lässt die Seele baumeln.

Am Segelhafen in Ramsberg, ebengalls Brombachsee, befindet sich ein weiterer Standort unseres Clubs mit zwei Clubhäusern und vielen Club-Booten. Dies ist die Destination für alle Trainings für Jung und Alt, die Jugendleistungsgruppen und für Mitglieder, die hier Liegeplätze für ihre eigenen Boote haben ­– von der Jolle bis zum Kielboot.

Unser Standort im norddeutschen Heiligenhafen rundet unser Segelangebot ab mit unserem dort liegendem Club-Boot „Lone Star“, einem 54 Jahre jungen Admiralscupper, gebaut aus Holz. Acht Personen können von hier aus jede Woche die Ostsee erkunden.

Herr Schlegel, wie haben Sie Herrn Hofmann kennengelernt, und warum halten Sie ihn und seine add-on Gruppe für einen geeigneten Partner des Yacht-Sports?

Günther Schlegel: Herr Hofmann ist mit seinem Sohn Mitglied in unserem Verein. Sein Sohn segelt in einer unserer vielen Jugendgruppen. Für seine hervorragende Jugendarbeit wurde der YCN mehrmals von der Stadt Nürnberg und anderen Organisationen ausgezeichnet. Der YCN wurde 1961 von sieben Segelbegeisterten gegründet. Der Verein ist trotz aller Tradition jung geblieben mit einem Jugendanteil von über 40 %. Kameradschaft – Teamwork – sind Werte, um die es sich lohnt, zu ringen und die in jeder Generation neu vermittelt und gelebt und teilweise angepasst werden müssen. Erst dadurch entsteht Vertrauen als Basis für eine lange Beziehung. Leidenschaft für den Sport, für die Natur, für Technik bringt uns voran – die Welt wurde von Segelschiffen entdeckt und heute setzt man wieder auf den Wind, um unseren Energieverbrauch nachhaltiger zu machen. Windräder, die aus Wind Energie erzeugen, werden gebaut und neue Windkonzepte revolutionieren den Schiffsbau mit modernen Segelschiffen. Wir entdecken die Welt zum zweiten Male mit Hilfe des Windes. Im Segelsport verbinden sich die Elemente Wasser und Wind zu einer Synergie, die uns bewegt und vorantreibt, wenn man sie richtig nutzt, bei gleichzeitiger Demut vor deren Kraft. Auch die add-on Gruppe segelt im richtigen Wind und hat den richtigen Kurs für sich gesetzt und kann so anderen Menschen und Unternehmen helfen, Orientierung in ihrem Business zu finden.

Herr Hofmann, was waren Ihre Beweggründe, gerade den YCN zu unterstützen – und nicht einen anderen der vielen anderen tollen Vereine in der Sportstadt Nürnberg?

Richard Hofmann: Wir fördern viele Vereine in der Region. Wir sind unter anderem Partner für Beruf & Karriere des NachwuchsLeistungsZentrums (NLZ) des 1. FC Nürnberg und unterstützen auch viele andere Vereine, etwa im Handball oder Amateurfußball.

Für das Sponsoring des YCN habe ich mich aus zwei weiteren Gründen bewusst entschieden: Erstens: Segeln ist ein nachhaltiger Sport – man verbraucht nahezu kein Material und keine Energie. Wenn man nicht an einem sportlichen Wettbewerb teilnimmt, gefällt mir zweitens besonders der Perspektivenwechsel, den man bereits fünf Meter nachdem man losgemacht hat einfängt …. „Sich treiben lassen“ als Redewendung kommt ja auch nicht von ungefähr! Beides kann man auch gut in den beruflichen Alltag integrieren.

Eine der Grundpfeiler der Kooperation: Die add-on Gruppe kann die Standorte des YCN für Events nutzen. Zuletzt für das Sommerfest „Business-Kopfball“ für Freunde und Partner der add-on Gruppe, mit Beiträgen unter anderem des 1. FC Nürnberg.

Herr Schlegel, es ist ja nicht nur ein reines Sponsoring geplant, sondern eine Kooperation. In welcher Hinsicht kann der YCN von einer Kooperation mit einem Personal- und Bildungsprofi wie add-on profitieren? Sind vielleicht auch gemeinsame Projekte geplant?

Günther Schlegel: Der Sinn einer Kooperation ist, dass beide Partner davon profitieren. Beide haben ihre Kontakte, so kann ein größeres Netzwerk entstehen, das noch mehr Möglichkeiten bietet als für jeden alleine. Beide sind erfolgreich, beide haben fachliche Kompetenzen und es wird spannend werden, zu sehen, wo diese gemeinsame Reise hingeht. Für den Anfang sind Netzwerkveranstaltungen in verschiedenen Formaten geplant. Aus diesen werden sicherlich gemeinsame Projekte hervorgehen, in die beide ihre jeweiligen Stärken einbringen können. Gemeinsam in einem Boot zu sitzen ist Aufgabe und Verpflichtung. Beide haben genug kreative Köpfe, um hier etwas zu schaffen – lassen wir uns überraschen!

Und was erwarten Sie, Herr Hofmann, sich als Unternehmen von dem Sponsoring?

Richard Hofmann: Wir wollen unseren kleinen Beitrag leisten, damit der Verein seine bislang wirklich tolle Arbeit weiterhin fortsetzen kann – besonders die Jugendarbeit. Der hohe Anteil von Kindern und deren Betreuung, die weit über das Segeln hinausreicht, muss beständig und zugänglich gehalten und idealerweise noch ausgebaut werden! Wir haben alle gelernt, wie wertvoll sinnhafte soziale und sportliche Aktivitäten sind, da sehe ich mich als Unternehmer sehr stark in der Verantwortung.

Stichwort Jugendarbeit, Herr Hofmann: Sie sind ja in der Hinsicht ein sehr „untypischer“ Personaldienstleister, weil sie, anders als „klassische Zeitarbeitsfirmen“, auch Qualifizierungen anbieten. Dafür haben Sie zuletzt auch bundesweit viel Beachtung erhalten. Können Sie kurz skizzieren, was es damit auf sich hat?

Richard Hofmann: Richtig, vielen Dank, wir fallen öffentlich positiv auf. Ich würde das aber gerne „umdrehen“ – wir haben tatsächlich eher typisch gehandelt, und zwar typisch für unsere Unternehmenskultur: Wir haben schlicht auf den Demografischen Wandel am Arbeitsmarkt und den immer dringender werdenden Fachkräftemangel reagiert – und bei diesem Thema ganz pragmatisch nach Lösungen gesucht, diese entwickelt und zusammen mit anderen lokalen Unternehmen in die Praxis umgesetzt. Ohne Ausbildung und Qualifizierung gibt es keine Fachkräfte, genauso wie es ohne Training keine Sportler gibt. Im Bereich Fachkräftesicherung ist Kooperation weit zielführender als ein immer schärfer werdender „Wettbewerb um die Fachkraft“.

Dann kann add-on den Verein doch sicher auch bei der Fachkräftegewinnung unterstützen …

Richard Hofmann: Na klar können wir das! Es ist Teil unserer Vereinbarung, zu helfen, wenn wir gebraucht werden.

Günther Schlegel: Gerne nehmen wir dieses Angebot an. Vor rund fünf Jahren hat der YCN angefangen, den Weg von der reinen Ehrenamtlichkeit hin zu festangestellten Mitarbeitern zu gehen, um die Arbeit im Verein zu verstetigen und zu professionalisieren. Ziel ist, das Ehrenamt zu entlasten und mit den frei werden Kräften mehr Angebote für die Mitglieder zu kreieren. So war es möglich, die zwei Nürnberger Segelvereine, den Yacht-Club Frankonia und den Yacht-Club Noris, zum Yacht-Club Nürnberg zu fusionieren. Heute hat der Club deutlich mehr Angebote als zuvor für alle Mitglieder.

Konsequenterweise hat man vor vier Jahren den Weg eingeschlagen, IHK-anerkannter Ausbildungsbetrieb zu werden. Die erste Azubi-Generation wurde erfolgreich ausgebildet. Jetzt sucht der YCN einen weiteren Bewerber/in für die Ausbildungsstelle zum Sportkaufmann/frau oder Sportfachmann/frau. Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre. Für beide Berufe sind die Inhalte der ersten beiden Jahre identisch. Die Blockberufsschule findet in Erlangen statt. Hier stehen neben der kaufmännischen Ausbildung die Organisation des Trainings- und Wettkampfbetriebs von Sportvereinen und -verbänden und die Betreuung der Sportler im Verein im Vordergrund.

Weitere Themen sind Sponsoring, Investitionen, Merchandising und Finanzierung, Rechtsfragen, Marketing und Public Relations – eine breit gefächerte Ausbildung.

Danach trennen sich die Wege etwas. Der Sportkaufmann/frau hat seinen Schwerpunkt im dritten Jahr der Ausbildung auf der kaufmännischen Seite mit der Kalkulation von Angeboten und Veranstaltungen, der Sportfachmann/frau ist mehr auf der sportfachlichen Trainer-Seite mit individualisierten Trainingsplänen vom Gesundheitssport bis in den Leistungssport angelegt.

Ein Beruf mit Zukunft. Alleine Bayern hat 12.000 Sportvereine mit fast 5 Millionen Mitgliedern.
Auf Anregung der add-on Gruppe hat der YCN diese Lehrstelle auch bei einer IHK-Lehrstellenbörse auf einem gemeinsamen Stand vorgestellt.

Gerne beantworten wir Fragen über die Geschäftsstelle am Großen Dutzendteich unter 0911 403130.

Richard Hofmann: Fokus und Profil des Vereins liegen im Sport – das hat Günther Schlegel deutlich vermittelt. Das Ehrenamt benötigt aber auch die Unterstützung durch hauptberufliche Mitarbeiter. Beim entsprechenden HR-Marketing, etwa für die Besetzung von Ausbildungsplätzen oder Praktika für Studierende, werden wir den Verein gerne unterstützen.

Wir stehen bei Interesse aber natürlich auch den YCN-Mitgliedern in Sachen Personal und Qualifizierung gerne mit Rat und Tat zur Seite. Wo Menschen zusammenkommen, redet man natürlich über den Beruf. Und aus meinen Gesprächen im Verein weiß ich nur zu gut, wie die HR-Themen immer stärker auf den Nägeln brennen: Egal ob für Schüler, Studierende, Angestellte, Vorstände oder selbstständige Unternehmer– dort wo „Mensch und Arbeit“ aufeinandertreffen, sind wir ein erfahrener Skipper, und bieten gerne unsere Beratung und Unterstützung an!

Herr Hofmann und Herr Schlegel, wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen Ihnen eine erfolgreiche Kooperation!

Video-Rückblick auf das add-on Sommerfest am Gelände des YCN.